Samstag, 8. Nov. 2008
„Bienvenue à Genève!“ mit diesem Willkommensgruss eröffnete Mme Marie-Claire Nicollet, Präsidentin der Genfer Hospitalité „Notre-Dame de Lourdes“, den 4. Kongress der Lourdeshelfer-Vereinigungen. Sie wünschte allen Kongressteilnehmerinnen/-ern einen interessanten Erfahrungsaustausch sowie ein gemütliches Beisammensein.
Amüsant, informativ wurden die einzelnen Delegationen anschliessend durch ihre Präsidenten/-in vorgestellt:
- Hospitalité Genevoise Notre-Dame de Lourdes: Frau Marie-Claire Nicollet
- Deutsche und Rätoromanische Schweiz: Herr Renato Gollino
- Ospitalità Diocesana Ticinese Nostra Signora di Lourdes: Herr Ivo Pellegrini
- Hospitalité de Suisse Romande NDL: Frau Béatrice Crettenand-Pecorini (abwesend)
Das Thema: „MEDIZIN UND WUNDER“ faszinierte die theologische wie auch die medizinische Sichtweise zu gleichen Teilen.
Seine Eminenz Bernard Genoud, Bischof der Diözese, liess uns durch seine „spirituelle Botschaft“ das Thema aus theologischem Blickwinkel betrachten.
Professor Dr. Arnaud Perrier (Allgemeinmedizin, Universitätsspital Genf) referierte als Arzt und Vater einer geistig und körperlich behinderten Tochter sowie als Lourdespilger über das Thema „Medizin und Wunder“ [51 KB]
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Eindrücklich und berührend waren auch die Worte von Isabella, einer Patientin, welche uns an ihren persönlichen medizinisch wundersamen Erfahrungen teilhaben liess.
Journalistisch „keck“ und wortgewandt führte nach der Pause ein Jugendlicher mit Pater Horacio Brito, dem neuen Rektor des Heiligtums von Lourdes, ein Interview, bespickt mit aktuell brisanten theologischen Fragen.
Gleichsam eines Regenbogens in vielfältigen Farben umspannte Pater Horacio das nachmittägliche Programm und liess das Thema „Medizin und Wunder“ über das Leben der Hl. Bernadette aufleuchten.
Das Wunder sei nicht im „Aussen“ zu suchen – sondern im „Innern“ des Menschen zu finden!“ – diese prägnante Aussage liesse sich zusammenfassend als „Botschaft“ auf unsere „Lebenspilgerreise“ mitnehmen!
Unter dem Vorsitz von Bischof Bernard Genoud feierten wir um 18.00 Uhr die hl. Messe in der Saint-Joseph Kirche, würdig umrahmt durch den Chorgesang von Avusy (GE).
Beim anschliessenden Apéritif und einem feinen, „währschaften“ Abendessen wurde in fröhlichem Beisammensein die Gemütlichkeit „grossgeschrieben“. Der rege und heitere Austausch, auch über Sprachgrenzen hinweg, wurde lediglich durch die „imaginären“ Kartentricks des Zauberkünstlers „Jojo“ unterbrochen!
Sonntag, 9. Nov. 2008
Um 9.00 Uhr luden uns Abbé Michel und Soeur Marie durch anmutige Gebete und Lieder zur Andacht in die Saint Joseph Kirche. Gerne liessen wir uns in der Stille auf die „Begegnung“ mit MARIA und Bernadette ein.
Im Anschluss der Andacht erwartete uns eine sehr interessante Führung durch das bekannte Rotkreuz-Museeum. Kompetent und lebhaft wurde der Bogen von der historischen Situation im Kontext mit der Schlacht von Solferino (welche Henry Dunant den entscheidenden Anstoss zur Gründung des Roten Kreuzes gab), über historische Filmdokumente vom 1. und 2. Weltkrieg bis hin zur Gegenwart – den heutigen aktuellen Aktivitäten des Roten Kreuzes - gespannt. Einige historische Gegebenheiten, Tatsachenberichte, Zeitbilder liessen uns erschauern, beeindrucken und erstaunen, z.B:
- Die nachgebaute dunkle Gefängniszelle mit einer Fläche von 8m2, in welcher in gewissen Ländern bis zu 12 Gefangene auf eingepfercht werden!
- Das Diaporama, das mit Hilfe von zeitgenössischen Dokumenten die Barbarei der Schlacht von Solferino hautnah vermittelte
- Der mit Kinderfotos „bekleidete“ Raum, die im Zuge von Kriegshandlungen von ihren Familien getrennt wurden. Interessiert folgten wir den Erläuterungen, mit welchen Methoden das Rote Kreuz versucht, Familien erneut zusammen zu führen.
- Die Aktenschränke, gefüllt mit Karteikarten von ca. 12 Millionen Kriegsgefangenen des 1. Weltkrieges.
Um 12.30 Uhr fanden sich die Kongressteilnehmerinnen/-er erneut zu einem Apéro im Centre de l’Espérance ein.
Anschliessend rundete das feine, reichhaltige Mittagessen in gemütlicher Atmosphäre den 4. Kongress der Schweizer Lourdeshelfer-Vereinigung in freundschaftlicher „Manier“ ab.
Un GRAND MERCI – ein HERZLICHES DANKESCHÖN – an alle, die zum Gelingen dieses Anlasses beigetragen haben!
Krankenpflegevereinigung der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt Deutsche und Rätoromanische Schweiz
Jacqueline Rebmann